Am Morgen werde ich mit einem anderen Wandererpaar nach
Bruch gefahren. Dort gab es bei der Buchung kein Quartier. Darum fährt uns
Klosterbruder Oliver nach Bruch, von wo wir nach Himmerod zurückwandern.
Unterwegs erzählt er uns von der Geschichte des Klosters, das vom Hl. Bernhard
von Clairvaux im 12. Jahrhundert gegründet wurde. Das Gebäude heute stammt aber
aus der Barockzeit. Als das Kloster 1802 im Zuge der Säkularisierung verkauft
wurde, deckte der erste neue Besitzer gleich das wertvolle Kupferdach ab.
Spätere Besitzer gingen ebenfalls nicht gut mit dem Klostergut um, so wurden
z.B. die ausgedehnten Moselweinberge
ebenfalls in andere Hände übereignet. Heute hat das Kloster keine eigenen Güter
mehr, bekommt aber auch kein Geld aus der Kirchensteuer. So müssen die wenigen
Klosterbrüder zusehen, wie sie ihr Kloster durchbringen.
Die Wanderetappe heute gilt als leichteste meiner Strecke
von Hillesheim nach Trier. Sie umfasst etwa 21km, aber nur geringe
Höhenunterschiede.
Der Tag beginnt reichlich nebelverhangen. Doch nach etwa
einer Stunde bricht die Sonne durch und bleibt.
Der Weg verläuft zum Teil über Felder, zum Teil durch den Wald.
Besonders interessant sind die fast senkrecht stehenden
Schieferwände im Kailbachtal. Sie belegen, dass diese Gegend Teil des „Rheinischen
Schiefergebirges“ ist, welches sich nicht nur durch die Bundesländer NRW,
Rheinland – Pfalz, Hessen und Saarland zieht, sondern auch als geologische
Einheit bis Luxemburg, Frankreich und Belgien reicht. Auch das Schiefergebirge ist Teil des
variszischen Gebirges, dessen Gesteinsschichten ursprünglich im Devon vor 350 – 400 Mio Jahren entstanden.
Schiefer entstand dabei aus Tonschlamm, der sich abgelagert hat, und durch
hohen Druck zu einem neuen Gestein – eben Schiefer - gepresst wurde und später zum Gebirge
aufgefaltet wurden (Vgl. meinen Post zum Naturkundemuseum in Gerolstein).
Der letzte Teil des Weges geht durch das Salmtal – hier begegnet
man Buntsandsteinen aus dem Trias. Zur Erinnerung an die schöne Wanderung sammle
ich besonders schön marmorierte
Steinchen auf.
Selbst die Steinchen auf dem Weg haben eine Geschichte ...
Am Ende des Wandertages gelange ich wieder zurück ins Kloster Himmerod, das vom Salmbachtal herkommend wieder eine ganz andere Atmosphäre austrahlt.
Der Tag geht besinnlich zu Ende .... Ich freue mich schon darauf, ab Morgen (hoffentlich) wieder über WLAN zu verfügen (Posteintrag nachträglich veröffentlicht)
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